Farben sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wir begegnen ihnen überall und können uns eine Welt ohne Farben gar nicht vorstellen. Farben entstehen aber nur in unserer Wahrnehmung und sind somit für jeden Menschen unterschiedlich. Wie wir eine Farbe wahrnehmen hängt von unserem physiologischen und psychologischen Befinden ab. Auch das Farbspektrum, welches wir sehen können, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Das Gehirn interpretiert Lichtreize, die von einem Objekt reflektiert werden und generiert so die entsprechende Farbigkeit des Objekts. Faben als solche existieren also nicht, sie sind nur ein Produkt unserer Wahrnehmung.

Wenn wir davon sprechen, dass sich Farben aus Licht zusammensetzen, unterscheiden wir zwischen der additiven und der subtraktiven Farbmischung. Dies ist besonders im Digitaldruck entscheidend. Da sich die beiden Farbmischungen in wesentlichen Punkten unterscheiden.

Additive Farbmischung = RGB (Rot, Grün, Blau)

Das Prinzip der additiven Farbmischung besteht aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Aus diesen drei Farben kann man jede weitere Farbe mischen. Kombiniert (addiert) man alle drei erhält man Weiß. Dieses Prinzip kommt immer dann zum tragen, wenn es sich um farbiges Licht handelt: Beispielsweise die Darstellung von Farben in unserem Fernseher oder am Computer-Bildschirm. Das Bild auf dem Monitor wird von vielen Leuchtpunkten dargestellt, die jeweils aus einem roten, einem grünen und einem blauen Lichtpunkt bestehen. Es entsteht ein brilliantes, leuchtendes Ergebnis, welches allerdings eine wesentlich kleinere Farbskala erreicht, als in der Natur möglich ist. Zudem verwendet jeder Bildschirm ein eigenes „Rezept“ für die Farbdarstellung, so kann es vorkommen, dass das gleiche Bild auf unterschiedlichen Geräten unterschiedlich dargestellt wird.
Die Kalibrierung des Monitors kann dabei helfen ein einheitliches Bild zu erhalten.

Subtraktive Farbmischung = CMKY (Cyan, Magenta, Yellow, Key (Schwarz))

Die subtraktive Farbmischung erhält ihren Namen daher, dass Lichtwellen aus dem Farbspektrum subtrahiert werden. Ein rotes Objekt erscheint für unser Auge rot, weil es alle Wellen des Lichts absorbiert, die nicht rot sind. Werden alle Lichtwellen refelektiert erscheint das Objekt weiß. Jede Frequenz der Wellen, die absorbiert, also von dem Gesamtspektrum subtrahiert wird verändert die Farbe des Objekts.
Bei den drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow handelt es sich um Druckfarben, die zusammen mit Schwarz jede weitere Farben mischen können.

Die Farbspektren von RGB und CMYK können nicht 1:1 ineinander umgerechnet werden, da nicht alle Farben gleich dargestellt werden können. CMYK-Bilder erscheinen im Vergleich zu RGB-Bildern meist matt und stumpf, da die Farben an „brillianz“ verlieren. Diese Brillianz ist allerdings nicht druckbar und würde das Bild im Druck viel zu bunt und grell aussehen lassen. Programme wie Photoshop schaffen es mittlerweile recht gut ein natürliches Aussehen von RGB-Bildern in CMYK darzustellen, welches dann auch druckbar ist. Mit Farbreglern kann man individuell Anpassungen durchführen (z.B. an den Hauttönen) und somit gewährleisten, dass das Produkt gedruckt wird, welches man sich an seinem Computer ansieht.

Wichtig bei Produkten, die für den Print-Bereich hergestellt werden ist es also, dass Bild-Dateien immer in CMYK umgerechnet werden. Photoshop bietet die Möglichkeit das mit einem Klick auf Bild -> Modus -> CMYK-Farben umzustellen.

 


Quelle: HP Color Compendium – Farbe kommuniziert

Kategorien: Tipps & Tricks

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